77. Frauenfelder Waffenlauf: von Allmen überlegener Tagessieger - Dani Hermann mit Tagesbestzeit Sieger des zivilen Marathons
Kgu. Ideale Laufbedingungen herrschten am 77. Frauenfelder Militärwettmarsch und 12. Frauenfelder Marathon. Mit 1896 Läuferinnen und Läufer wurde die höchste Teilnehmerzahl seit Einführung des zivilen Laufes verzeichnet.
Der Dominator der diesjährigen Waffenlaufsaison und gleichzeitige Vorjahressieger Konrad von Allmen aus Olten wies alle militärischen Konkurrenten in die Schranken. Schon bei der Hälfte des Laufes in Wil lief er mit 1:18 Minuten Vorsprung vor Patrick Bosshard aus Münchwilen. Diesen Vorsprung baute er kontinuierlich aus. In Stettfurt war der Vorsprung auf 2 Minuten angestiegen, was Etienne Wolf aus Gundetswil auf den 2. Platz verwies. Der Dritte, Adrian Brennwald, der lange in einer Verfolgergruppe mit dabei war, konnte schon ab Kilometer 28 nicht mehr mithalten. Mit 2:53:30,6 erreichte von Allmen sein Spitzenresultat von 2010 knapp nicht. Damals lief er mit 2:52:14.4 durchs Ziel in Frauenfeld.
12. Frauenfelder Marathon
Der Sieger des 12. Frauenfelder Marathons, Dani Hermann aus Münchwilen, konnte im Ziel seine Leistung kaum in Worte fassen. Mit 2:43:19.5 zeigte er eine absolute Tolpleistung und verwies den Zweitplatzierten Christoph Feremutsch aus Kleinandelfingen (2:43:21.7) knapp und den ehemaligen Spitzenwaffenläufer Felix Schenk aus Wigoltingen (2:44:21.5) in die Ränge. Er sei lange in einer kompakten Spitzengruppe mitgelaufen, beschrieb er das Rennen um den Tagessieg. Wieso er am Schluss noch zusätzliche Kräfte mobilisieren konnte, war für ihn aber nicht zu erklären. „Es ist super, dass es geklappt hat“, freute er sich inmitten einer grossen Fangruppe.
Damen
Sieger bei den Damen wurde 2011 im Waffenlauf Barbara Cina aus Wölflinswil (3:30:35.0) vor Jeanette Siegenthaler, Ettenhausen (3:43:49.2), und Marianne Balmer, Davos Platz (3:53:36.0). Den zivilen Marathon gewann die überlegene Juliette Schild-Leuthold aus Bern (3:14:19.8) vor Monika Farner aus Lommis (3:21:05.6) und Melanie Altenbeck aus Ditzingen in Deutschland (3:26:50.6).
Aus Syrien an den Frauenfelder und zurück
Der Sieger der Gästekategorie Sascha Walland aus Bregenz (3:28:22.6) weilt derzeit mit dem österreichischen Kontingent in der Syrisch-Israelischen Grenzregion. Extra für den Frauenfelder sei er zurück nach Europa gekommen., was sich gelohnt habe. „Ich bin leider etwas übertrainiert“, erklärte Walland, welche den Frauenfelder schon letztes Jahr in der Gästekategorie gewonnen hatte. Trotzdem habe er Alles gegeben, was mit einer Zeit von 3:28:22.6 belohnt wurde.
Studer: „Wir machen weiter“
Mit 21 Läufern aus der deutschen Bundeswehr, dem österreichischen Bundesheer und zusätzlich zwei Läufern aus der US Army in Deutschland, konnte das OK auch wieder ein internationales Läuferfeld ansprechen. Auch im Bereich des zivilen Laufes wurden wiederum einige Läufer aus dem Ausland registriert. „Solange es noch das militärische Interesse gibt, machen wir weiter, betonte OK-Präsident Rolf Studer. Er zeigte sich beeindruckt über die vielen zivilen Läuferinnen und Läufer, welche sowohl im Halbmarathon, wie auch im Marathon sehr gute Leistungen zeigten.
Zusammenstoss mit einem Rehbock
Ein Läufer musste dieses Jahr nach einem Zusammenstoss mit einem Rehbock ins Spital verbracht werden. Der Rehbock sei in einem Wald auf der Laufstrecke plötzlich aus dem Unterholz aufgetaucht und in einen Läufer gerannt. Der Läufer wurde mit unbestimmten Verletzungen von der gut organisierten Sanität ins Kantonsspital Frauenfeld gebracht.